Ich weiß,

dass einem aus der stillen und hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes

Kräfte zufließen,

die einem keine andere Quelle spendet.

 

(Doris Day)

Unsere Futterstellenbesucher

 

Die Schönheit unserer Natur

liegt oft in den kleinen und unauffälligen Dingen.


Nimmt man sich Zeit, legt man sich auf die Lauer, entdeckt man mehr, als es nur im Vorübergehen den Anschein macht.

Vogelbeobachtung ist ein super Naturkundeunterricht, an unserer Futterstelle im Garten beobachten wir mittlerweile auch seltene Vogelarten.

Das Besondere an dieser Tatsache ist, dass wir in einem Vorort von Mannheim wohnen und nicht mitten auf dem Land.

Und was sich noch hervor zu heben lohnt: Einige der Arten, die bei uns auftauchen, sind Spezialisten, die an bestimmte Lebensbedingungen gebunden sind (z.B. die Tannenmeise lebt nur in Nadelwäldern). Diese Bedingungen sind in unserer Umgebung nur minimal vorhanden, beispielsweise stehen lediglich drei große Kiefern im gesamten Umfeld. Dass sich die Tiere dennoch hier ansiedeln, beweißt, wie wichtig jeder einzelne Baum, jede Hecke, jede noch so kleine Pfütze für jede noch vorhandene Kleinpopulation sein kann.

Wer das nächste Mal seinen Garten umgestalten möchte, sollte diese Tatsache stets im Hinterkopf haben!

 

Wir versuchen, unsere Futterstellenbesucher zu fotografieren, was uns nicht immer gelingt.

Hier die Liste  "unserer" Gäste, die wir ständig aktualisieren.

 

Fasan

Große Freude machen uns ein paar ungewöhnliche Stammgäste, einige prächtig bunte Fasanenmännchen und ein einzelnes Fasanenweibchen, die schüchtern und scheu, aber doch jeden Vormittag zur selben Zeit bei uns vorbei schauen.

Fütterung: grobe Getreidekörner, Sämereien, frisst sehr gerne Äpfel; vom Boden

Papagei

Nein, ich habe mich nicht verschrieben: Papagei. Genau genommen ein Halsbandsittich. Diese Papageienart hat sich in unserer Region schon als heimisch etabliert. An Futterstellen tauchen sie in der Regel selten auf, bei uns kommt aber einer Erdnüsse klauen.

Fütterung: Sämereien, Haferflocken, Erdnüsse; vom Boden

Kernbeisser

Auf unseren Kernbeisser sind wir besonders stolz, weil diese Vögel nicht nur sehr selten und bedroht sind, sondern auch sehr scheu und sich in der Regel aufgrund ihres zigeunerhaften Verhaltens kaum an Futterstellen locken lassen. Wir haben es durch das richtige Futterangebot dennoch geschafft. So richtig aufs Foto haben wir unseren schüchternen Gast allerdings noch nicht bekommen.

Fütterung: größere Kerne (Erdnüsse, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen); an geschützten Plätzen (z.B. in Gebüschnähe)

Kleiber

der Kleiber ist ein energischer Vogel, der in allen Positionen (vorzugsweise kopfüber) an Stämmen und Ästen herum klettert.

Fütterung: Der Kleiber neigt zur Vorratshaltung und schleppt bevorzugt größere Sämereien wie Sonnenblumenkerne oder Erdnussbruch, turnt aber auch gerne an Meisenknödeln herum.

Stare

Stare gehören zu den Krähenvögeln und sind meine heimlichen Lieblinge, weil sie sehr gewitzt, schlau und verspielt sind. Sie sind ausgesprochene Schwarmvögel und tun ständig irgendwelche lustigen Dinge.

Fütterung: Früchte (Äpfel, Rosinen), Insekten, Fettfutter; vom Boden oder aus dem Futterhaus

Erlenzeisige

"Ups?" dachten wir uns, "da sitzen Kanarienvögel in unserem Garten!". Bei genauerem Betrachten entpuppten diese sich aber als Erlenzeisige, die auch sehr farbenfroh erscheinen. Die außerhalb der Brutzeit sehr geselligen Vögel tauchen nur im Winter und Frühjahr an der Futterstelle auf, bevor sie sich zur Brutzeit in Nadelwälder zurück ziehen.

Fütterung: Sämereien, gerne vom Boden aufgenommen.

Bergfinken

Auf den Bergfinken, der erst Anfang März zu uns kam, sind wir sehr stolz, denn diese Vögel sieht man in unseren Breiten nur sehr selten. Diese Vögel kommen aus Russland oder Skandinavien nur manchmal zum Überwintern zu uns. Ihr sehr schwankendes Wanderverhalten ist hauptsächlich von den Bedingungen im Wintergebiet abhängig (Nahrungsangebot, Witterung). Daher freut es uns, dass sich ein Bergfink gerade bei uns wohl fühlt.

Fütterung: an der Futterstelle gerne Haferflocken, grobe Sämereien, am liebsten vom Boden.

Distelfink/ Stieglitz

Der Stieglitz ist wie der Grünfink und der Girlitz auf Unkrautsamen angewiesen, sein spitzer Schnabel ist ein Spezialinstrument um an tiefsitzende Distel- und Klettensamen zu kommen. Er lebt daher in offenen Landschaften, in denen Disteln und Kletten noch nicht vollends von der Agrarlandschaft ausgerottet wurden.

Futter: Am Besten den Garten nicht allzu eifrig begärtnern und ein paar Wildstauden stehen lassen, die den Winter über stehen bleiben. Ansonsten fressen Stieglitze auch gerne Sämereien am Futterhaus, am liebsten vom Boden aus.

Buchfinken

Buchfinken sind häufige, aber doch ein wenig scheue Futterstellenbesucher.

Fütterung: größere, ölhaltige Körner (Sonnenblumenkerne, Erdnüsse), Haferflocken, Fettfutter mit Insekten

Grünfink

Seit einiger Zeit fällt auch ein Horde Grünfinken (auch Grünling genannt) mit einem riesigen Appetit über unsere Futterstelle her.

Fütterung: Hauptsächlich Sonnenblumenkerne zum Selbstschälen und Erdnüsse

Schwanzmeise

Die seltenen Schwanzmeisen sind durch ihren langen Schwanz, der in unserer Vogelwelt einmalig ist und den kugeligen, kleinen Körper unverkennbar.

Die skandinavische Rasse der S. zeichnet sich durch den weißen Kopf aus, im Gegensatz zur kontinentalen Rasse , die einen breiten Überaugenstreifen haben. Sie treten immer in Gruppen auf.

Nahrung: Fett-Kleie- Gemische und ganz kleine Sämereien.

 

Tannenmeise

Wie der Name schon sagt, kommt die Tannenmeise überall vor, wo es Nadelbäume gibt. Da bei uns ein paar alte Kiefern in den Nachbargärten stehen, erfreuen wir uns auch am Besuch der Tannenmeise, welche durch drei Merkmale von den anderen Meisen unterschieden werden kann: der weiße Nackenfleck, die weißen Flügelbinden und der einfarbige, bräunliche Bauch.

Futter: nahezu alle Sämereien, Meisenknödel, Insekten

Haubenmeise

Die flinke, wuselige Haubenmeise mit ihrer unverkennbaren Punker- Frisur ist bei uns ein häufiger aber leider immer nur sehr kurzfristiger Gast. Daher hat es lange gedauert, bis wir ein paar halbwegs passable Fotos machen konnten.

Haubenmeisen sind von ihrem Lebensraum stark an Nadelbäume gebunden.

Fütterung: Meisenknödel, Körne, Insekten

 

Kohlmeisen

Die in Deutschland vierthäufigste Vogelart.

Fütterung: Insekten, Sämereien , Fettfutter  (Meisenknödel); aus dem Vogelhaus

Blaumeisen

Die in Deutschland etwa fünfthäufigste Vogelart.

Fütterung: Wie Kohlmeise

Rotkehlchen

Rotkehlchen profitieren sehr von Futterstellen, zumal sie zunehmend bei uns überwintern. Sie weisen noch stabile Bestände auf, was sicher auch darauf zurück zu führen ist, dass sie gute Futterstellenbesucher sind. Sie haben nur sehr wenig Scheu und fliegen erst weg, wenn man quasi direkt vor ihnen steht. Rotkehlchen sind sehr beliebte Vögel, weil sie so niedlich aussehen mit ihrem roten und pummeligen Bauch.

Fütterung: Meisenknödel mit Insekten, Haferflocken, Äpfel

Amsel

Der Klassiker unter den Futterstellenbesuchern. Wir haben ein immer wiederkehrendes Amselmännchen, welches das Futterhaus während seines Aufenthaltes sehr eifersüchtig verteidigt (wir haben ihn daher Herkules getauft). Aber auch einige Weibchen schauen häufiger mal vorbei.

Nahrung: Äpfel, Haferflocken; am liebsten vom Boden aus

 

Ringeltauben

Nicht zu verwechseln mit der gewöhnlichen Stadttaube, erkennbar am gleichmäßig blaugrauen Gefieder und dem weißen Fleck am Hals.

Bei uns sind sie allerdings mittlerweile eher ungern gesehene Gäste, da sie in großer Anzahl an der Futterstelle auftauchen und wahnsinnig viel fressen. - Aber so ist das nun mal, auch sie sind Tiere, die Hunger haben. Durch überwiegende Silofütterung halten wir sie uns größtenteils fern, sind aber dankbar fürs Reinemachen an der Futterstelle.

Nahrung: alle Sämereien, Haferflocken, etc. was an der Futterstelle am Boden übrig bleibt.

Türkentaube

Die zierlichen und etwas scheueren Türkentauben sind die seltenste Taubenart. Sie sind mittlerweile (auf die Gesamtpopulation bezogen) so selten geworden, dass ihre Art bereits schutzwürdig ist. Ihr (recht seltenes) Auftauchen an der Futterstelle freut uns daher, auch wenn Tauben generell ein eher unangenehmes Image (aber eben nicht immer zu Recht) haben.

Fütterung: wie Ringeltaube

Haussperling

So manch einer erfreut sich nicht mehr über den Besuch der Spatzen an der Futterstelle, so häufig scheinen sie zu sein, wie sie in ganzen Schwärmen die Städte unsicher machen.

Allerdings steht der Spatz mittlerweile auf der roten Liste der bedrohten Vogelarten! Die scheinbare Menge der Spatzen, die man scheinbar überall antrifft, sind, global betrachtet, leider nur noch Kleinpopulationen.

Auch an unserer Futterstelle sind sie nicht allzu häufig anzutreffen.

Fütterung: Feine Samen (Nigersaat), kleinere Körner, Meisenknödel, Insekten; im Futterhaus und am Boden

(Fotos: Weibchen links, Männchen rechts)

Eichhörnchen

Das Frau Eichhorn wohnt eindeutig in der Nachbarstanne, hat aber schnell spitz gekriegt, dass bei uns leckere Nüsse rumliegen.

Auch wenn wir hoffen, dass unser oberniedlicher Gast besonders zur Brutzeit nicht allzu häufig bei uns vorbei schaut (Eichhörnchen plündern gerne Nester), haben wir immer ein paar Erdnüsse übrig. Und mehr als einmal pro Woche kommt es sowieso nicht zu Besuch.